Unser Bild vom Kind

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen.“
François Rabelais

Eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Pädagogik und stabile Bindungen zu den Kindern, sind prägend für unser Haus. Sie bilden das Fundament unserer täglichen pädagogischen Arbeit.

Im unserem Kitaalltag, welcher von Mitbestimmung (Partizipation) geprägt ist, wollen wir es den Kindern ermöglichen, alters- und entwicklungsgerecht selbstbestimmt zu handeln und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Wenn Kinder ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen, auch die von anderen Mitmenschen, sie dementsprechend ihr Handeln danach anpassen dürfen, können sich Ihre Kinder zu selbstbewussten und selbständigen Persönlichkeiten entwickeln.

Sich selbst zu organisieren, selbst etwas zu verändern, ermöglicht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Die Kinder lernen im respektvollen Miteinander ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu formulieren, sowie sich in andere hineinzuversetzen und deren Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen.

Die eigenen Grenzen und die ihrer Mitmenschen zu kennen und zu respektieren, „Nein“ sagen zu dürfen, aber auch ein „Nein“ von anderen zu akzeptieren ist Grundlage für unser Kinderschutzkonzept.

In gemeinsamen Aushandlungsprozessen lernen die Kinder die Interessen der anderen zu berücksichtigen, Konflikte friedlich zu lösen und Kompromisse zu finden.

Wir schaffen im Freispiel (Frei-)räume um den Kindern Selbstbildung zu ermöglichen, in welcher sie sich ihre (Um -) Welt aneignen. Hierbei unterstützen wir die Kinder durch pädagogische Impulse, mit dem Ziel Begeisterung für ein lebenslanges Lernen zu schaffen.

„Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind Menschen.“
Janusz Korczak

Eine Grundlage für unsere Arbeit ist das Bild der Kinder „als kompetent handelndes Wesen“.

Unsere Kinder sind fähig selbstbestimmt ihre eigenen Bildungsprozesse zusammen mit den sie zu umgebenden Menschen zu gestalten und auf diese Weise ein differenziertes Bild von der Welt zu entwickeln.

Um die nötige Sicherheit für ihre selbstständigen Lernprozess zu finden, sind für die Kinder sichere Bindungen zu warmherzigen und feinfühligen Fachkräften notwendig. Diese zu bieten ist erste Anforderung an unsere tägliche Arbeit als Fachkräfte.

Darüber hinaus bedeutet dieses Bild vom Kind für uns Fachkräfte, dass sie in der Begleitung des Entwicklungsprozesses der Kinder, sowohl Lehrende als auch Lernende sind, welche sich mit den Kindern, geduldig jeden Tag neu auf die Suche nach neuen Erfahrungen und Abenteuern machen.

Kinder die sich in Ihrem Umfeld (somit auch in unserer Einrichtung) ein sicheres Bindungsverhältnis erleben, können sich entfalten und sicher „lernen“.

Abschließend halten wir fest das Kinder, die in ihrer Eigenaktivität eine Situation selbstbestimmt gestalten dürfen, kompetente Kinder sind.  Sie treffen eigene Entscheidungen und gewinnen dadurch Selbstvertrauen. In ihrem Handeln erfahren sie eine wichtige Stärkung von Konfliktfähigkeit und Selbstwertgefühl. Unsere Aufgabe ist gemeinsam mit Ihnen als Erziehungsberechtigte Ihre Kinder in ihrem weiteren Entwicklungsweg zu begleiten und zu unterstützen.

Das Kind hat hundert Sprachen.“
Loris Malaguzzi