Leitbild der Ev. Kita Morgensonne

Eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Pädagogik und stabile Bindungen zu den Kindern, sind prägend für unser Haus. Sie bilden das Fundament unserer täglichen pädagogischen Arbeit.

Im unserem Kitaalltag, welcher von Mitbestimmung (Partizipation) geprägt ist, wollen wir es den Kindern ermöglichen, alters und entwicklungsgerecht selbstbestimmt zu handeln und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Wenn Kinder ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen, auch die von anderen Mitmenschen, sie dementsprechend ihr Handeln danach anpassen dürfen, können sich Ihre Kinder zu selbstbewussten und selbständigen Persönlichkeiten entwickeln.

Sich selbst zu organisieren, selbst etwas zu verändern, ermöglicht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Die Kinder lernen im respektvollen Miteinander ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu formulieren, sowie sich in andere hineinzuversetzen und deren Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen.

Die eigenen Grenzen und die ihrer Mitmenschen zu kennen und zu respektieren, „Nein“ sagen zu dürfen, aber auch ein „Nein“ von anderen zu akzeptieren ist Grundlage für unser Kinderschutzkonzept.

In gemeinsamen Aushandlungsprozessen lernen die Kinder die Interessen der anderen zu berücksichtigen, Konflikte friedlich zu lösen und Kompromisse zu finden.

Wir schaffen im Freispiel (Frei-)räume um den Kindern Selbstbildung zu ermöglichen, in welcher sie sich ihre (Um -) Welt aneignen. Hierbei unterstützen wir die Kinder durch pädagogische Impulse, mit dem Ziel Begeisterung für ein lebenslanges Lernen zu schaffen.

Eine Grundlage für unsere Arbeit ist das Bild der Kinder „als kompetent handelndes Wesen“.

Unsere Kinder sind fähig selbstbestimmt ihre eigenen Bildungsprozesse zusammen mit den sie zu umgebenden Menschen zu gestalten und auf diese Weise ein differenziertes Bild von der Welt zu entwickeln.

Um die nötige Sicherheit für ihre selbstständigen Lernprozess zu finden, sind für die Kinder sichere Bindungen zu warmherzigen und feinfühligen Fachkräften notwendig. Diese zu bieten ist erste Anforderung an unsere tägliche Arbeit als Fachkräfte.

Darüber hinaus bedeutet dieses Bild vom Kind für uns Fachkräfte, dass sie in der Begleitung des Entwicklungsprozesses der Kinder, sowohl Lehrende als auch Lernende sind, welche sich mit den Kindern, geduldig jeden Tag neu auf die Suche nach neuen Erfahrungen und Abenteuern machen.

Kinder die sich in Ihrem Umfeld (somit auch in unserer Einrichtung) ein sicheres Bindungsverhältnis erleben, können sich entfalten und sicher „lernen“.

Abschließend halten wir fest das Kinder, die in ihrer Eigenaktivität eine Situation selbstbestimmt gestalten dürfen, kompetente Kinder sind. Sie treffen eigene Entscheidungen und gewinnen dadurch Selbstvertrauen . In ihrem Handeln erfahren sie eine wichtige Stärkung von Konfliktfähigkeit und Selbstwertgefühl. Unsere Aufgabe ist gemeinsam mit Ihnen als Erziehungsberechtigte Ihre Kinder in ihrem weiteren Entwicklungsweg zu begleiten und zu unterstützen.

Gestaltung der Erziehungspartnerschaft

Eine vertrauensvolle, offene Arbeit mit Ihnen als Erziehungsberechtigen ist eine grundlegende Basis für unsere Arbeit mit Ihren Kindern.

Der erste Kontakt ist nach Terminvereinbarung mit dem Leitungsteam ein Besichtungstermin unserer Einrichtung. Daraus erfolgt ein Anmeldegespräch.

Die zukünftige Bezugserzieher*in wird in einem Hausbesuch (vertraute Umgebung des Kindes) den ersten Kontakt mit Ihrem Kind herstellen und mit Ihnen die Eingewöhnung (angelehnt an das Berliner Eingewöhnungsmodell) erläutern.

Formen der gemeinsamen Elternarbeit sind:

- Jährliche Entwicklungsgespräche

- Themenelternabende

- Kita Sozialarbeit

- Beratung durch die ev. Psychologische Beratungsstelle

- Elternausschuss

- Förderverein

- Kita Beirat

- gemeinsame Feste

- gemeinsame Ausflüge

Uns ist es als Kita Team wichtig das wir offen und transparent zum Wohle Ihres Kindes zusammenarbeiten. Wenn Sie sich als Erziehungsberechtige in unserem Hause wohlfühlen, erleichtert dies auch Ihrem Kind die Eingewöhnung in unserem Haus.

Selbstverständnis der Erzieher*innen

Wir Fachkräfte begleiten die Kinder in ihrem Bildungsprozess. Sie sind durch ihren respektvollen, wertschätzenden Umgang mit allen Menschen (und Tieren) in der Kita zum einen Vorbilder und bieten zugleich im warmherzigen und feinfühligen Umgang mit den Kindern, diesen die Möglichkeit sichere und beständige Bindungen aufzubauen.

In unserem Verhaltenskodex (Link dazu), welchem sich jede Fachkraft in der Kita Morgensonne verpflichtet, sind die entsprechenden Anforderungen ausformuliert.

Orientierung im Sozialraum

Die Kita Morgensonne ist eingebettet in einen vielfältigen und anregungsreichen Sozialraum, den wir mit den Kindern gemeinsam auf immer neuen Wegen erkunden. Dabei treten wir mit den unterschiedlichsten Personen in Kontakt, von der Leitung der örtlichen Bücherei, über den Bürgermeister, den Pfarrer, Menschen im Gemeinschaftsgarten und auf Festen.

Wir sind eingebunden in die evangelische Kirchengemeinde in Gensingen. Wir beteiligen uns an der Vorbereitung von Gottesdiensten, halten Kontakt zum Pfarrer und sind regelmäßig im evangelischen Gemeindehaus aktiv.

Als Institution in der „Schulstraße“ von Gensigen befinden wir uns nicht nur in dierkter Nachbarschaft und in Kontakt zur Grundschule, sondern auch zur Kita Sternschuppe. Auch die Bücherei, welche wir regelmäßig besuchen ist fußläufig durch eine verkehrsberuhigte Zone gut zu erreichen.

Jeden Donnerstag besuchen wir zum Vorlesen und gemeinsamen Stöbern die Bücherei. Wir treffen Leslie und sammeln neben Stempeln, auch erste Erfahrungen mit öffentlichen Institutionen.

Als Teil der Ortsgemeinde Gensingen beteiligen wir uns an Festen, wie Sankt Martin, der Kerb und sind auch in Kontakt mit dem Bürgermeister.

Die Grundschule von Gensingen liegt in Sichtweite der Kita. Im letzten Kindergartenjahr wird der Austausch mit der Grundschule fokussiert. Lehrer*innen kommen in die Kita zu Besuch und auch die Kinder besuchen an mehreren Terminen die Schule.

Auch zu örtlichen Vereinen, wie dem Fußballverein besteht Kontakt. So können wir beispielsweise die Turnhalle und auch den Fußballplatz mit nutzen.

Den ansässigen Jagdverband besuchen die Kinder auch bei Interesse und lernen hier Dinge über die lokale Flora und Fauna.

Wir pflegen ebenfalls eine Kooperation mit dem Hort der Ortsgemeinde Gensingen und besuchen diesen im Rahmen des Vorschulangebotes regelmäßig.

Einmal wöchentlich besucht uns die Therapiehündin „Fly“ in unserer Kita. (Tiergestützte Pädagogik).

In den letzten Jahren ergab sich ein spannendes Konstrukt innerhalb der Arbeit mit den Vorschulkindern, welches den Kindern einen spannenden Einblick in ihre Lebenswelt gewährt und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit gibt, etwas aus ihrem direkten Lebensumfeld zu zeigen. Die Kinder besuchen nach und nach mit der gesamten Vorschulgruppe ihr eigenes Zuhause. Auch Kinder aus den umliegenden Gemeinden wurden in diese Aktion inkludiert, unter anderem durch die Hilfe des Bürgerbusses.

So sind unsere Kinder aktiv in ihrem direkten Sozialraum unterwegs und dürfen darüber hinaus auch etwas aus ihrem eigenen Leben präsentieren.

Religionspädagogik in unserer Kita

Wir sind eine Kita in evangelischer Trägerschaft.

Uns ist es ein Anliegen religiöse Werte und Inhalte altersgerecht in unseren Alltag zu integrieren Dies passiert täglich im sozialen Miteinander. Die Kinder teilen z.B. ganz selbstverständlich
ihr Frühstück, wenn ein anderes Kind keines mitgebracht hat. Sie trösten den anderen, wenn er traurig ist und helfen dort, wo andere nicht alleine zurechtkommen
Unsere Aufgabe als Fachkräfte ist es, sensibel zu sein und aus Beobachtungen heraus Impulse der Kinder aufzugreifen und diese religionspädagogisch zu verdeutlichen. Im alltäglichen Leben einer Gemeinschaft ist religiöse Erziehung in allen Bereichen miteinander verbunden und
wird ganzheitlich gelebt.
Den Anderen so wie er ist zu akzeptieren, füreinander da zu sein, für den anderen einzustehen und auch unsere (Um-)Welt als etwas wertvolles zu betrachten. Es bedeutet für uns das Gemeinschaftsgefühl erfahrbar zu machen, aber dennoch zu vermitteln, dass Alle wichtig sind und Jede*r mit seiner Religion und (Familien-)Kultur wahrgenommen wird.